Verfahren

Screenshot Menü Um eine gemeinsame Beschulung aller Kinder an der allgemeinbildenden Schule zu ermöglichen, kommt der Diagnostik im Unterricht eine besondere Bedeutung zu. Durch eine möglichst frühe Einschätzung schulischer Leistungen entsprechend gängiger wissenschaftlicher Kriterien der Schüler wird es möglich, Kinder zu identifizieren, welche intensiverer Unterstützung im Unterricht bedürfen. Durch weitere, qualitativ ausgerichtete diagnostische Maßnahmen sollen Leistungs- als auch Problembereiche der Schüler eingegrenzt werden. Die sich aus diesen Ergebnissen ableitende Förderarbeit soll durch laufende Dokumentation der Lernfortschritte der Kinder begleitet werden, so gibt es zeitnahe Hinweise zum Erfolg der Förderarbeit. Ausbleibender Erfolg spricht für eine Modifikation der Förderziele und -maßnahmen.
In dieser Verbindung diagnostischer Maßnahmen wird es möglich, den integrativen Unterricht effektiv für alle Kinder zu gestalten.

Um ein umfassendes Profil der Schülerinnen und Schüler zu erhalten, sollte sich Diagnostik entsprechend aus folgenden drei Komponenten zusammensetzen:
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  1. Screeningverfahren
    Es werden mehrere über das Schuljahr verteilte Screeningverfahren mit allen Schülern durchgeführt, um Kinder mit Hinweisen auf Entwicklungsrisiken zu identifizieren. Es stehen dafür Screeeningverfahren zur Verfügung, die nur einmalig zu Beginn des Schuljahres durchgeführt werden bzw. auch Screeningverfahren, welche es durch mehrfachen Einsatz im Schuljahr ermöglichen, einen Entwicklungsverlauf abzubilden.
  2. Qualitative Verfahren
    Um die Leistungen als auch Schwierigkeiten der in den Screeningverfahren auffällig gewordenen Kinder zu inventarisieren, sollte eine differenzierte, qualitativ ausgerichtete Diagnostik stattfinden. Um Hinweise zu erhalten, sollten Arbeitsproben des Kindes analysiert werden. Fehler- als auch Strategieanalysen geben Aufschluss über unzureichend ausgeprägte Einsichten. Es gibt auch konkrete Verfahren, die eine qualitative Einschätzung von Schülern ermöglichen.
  3. Curriculumbasierte Messungen (CBM)
    Das Schuljahr wird durch eine Lernfortschrittsdokumentation mittels monatlicher CBM, sowie zusätzlicher wöchentlicher CBM für Kinder mit Hinweisen auf Entwicklungsrisiken, begleitet, um Hinweise auf die Effektivität der Unterrichts- bzw. Fördermaßnahmen zu erhalten.

→ Hier finden Sie eine Übersicht über die im Rahmen des Rügener Inklusionsmodells konzipierten CBM.